Möglicherweise werden Sie diesen pelzigen Kumpel hier ganz flauschig und possierlich finden. Na gut - letztendlich uriniert er ja auch nicht auf Ihre Wiese, sondern auf meine. Aber nun wissen wir wenigstens alle, woher der Begriff "Wild-Pinkler" kommt.


Und hier erreicht uns eine Verkehrswarnung:

Stau und zähfließender Verkehr auf der Deichstraße in Richtung des Arche-Anlegers ...!


Alte friesische Bauernweisheit:

 

Herbst ist, wenn der Regen kälter wird!


 

War gestern eher unkreativ und hab mich lieber um eine nützliche Gartendekoration bemüht. Bis meine lieben Nachbarinnen festgestellt hatten, dass auch sie unbedingt und auf der Stelle GENAU SO WAS schon IMMER gewollt hatten, hatte ich fast einen Drehwurm von dem ganzen Baumarkt-Shuttle-Service. Mir gefällt die Vorstellung, dass ab sofort in einer abgelegenen Ecke Frieslands nachts solarbetriebene Futterhäuschen den Deich zum Leuchten bringen.


 

Der »Winterpalast« für Odin ist fast fertig. Nur noch fix die Blumendeko richten und überlegen, ob wir einen Kabelanschluss benötigen oder besser eine Satelliten-Schüssel anbringen. So ein Winterschlaf kann ja für den Durchschnitts-Igel sonst ganz schön langweilig werden!

 


 

Alte friesische Bauernweisheit: Wenn die Felder abgeerntet sind, die ersten Weihnachtskekse im Supermarkt-Regal liegen und sogar die Schafe nach Süden ziehen, kommt bestimmt bald ein richtig schöner Herbst!


 

Hmmm - stelle gerade fest, dass ich dringend frisches Heu zur sonntäglichen Grundreinigung des Igelhäuschens brauche und frage mich ganz besorgt: Nehme ich den Ballen vorne links, den dritten von rechts - oder lieber einen aus der Mitte?

Wer die Wahl hat...!


 

Seit mehreren Jahrhunderten gilt es als anerkannte Tatsache, dass die Erde keine (!) Scheibe ist. Wenn ich aber mal so über unseren Acker gucke, komme ich doch ein bisschen ins Grübeln.

Fröhliche Grüße vom Deich in die Runde gewinkt und allen lieben Menschen ein superschönes Wochenende gewünscht

Ihre Karen Christiansen


Landei - aber bitte mit Kultur ...!

Bildungsausflüge in die Zivilisation und jede Menge »Kunst« sind das eine. Aber manchmal überkommt einen das dringende Bedürfnis (und ich lehne mich jetzt hier mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass das jeder kennt!), einfach mal einen klitzekleinen Baustein des großen Ganzen (vorzugsweise von ganz unten) wegzuziehen und zu gucken, was passiert.

 

Fröhliche Grüße nunmehr wieder vom heimischen Deich in die Runde gewinkt!


Draußen ist hohe Luftfeuchtigkeit und Sie haben zwar ein gemütliches Sofa, aber nichts zum Lesen? Da könnte ich Ihnen glatt was empfehlen! 

Sie erhalten "Verrückt nach Friesland" in der Buchhandlung Ihres Vertrauens oder über die üblichen Online-Anbieter. 

Fröhliche Grüße vom regennassen Deich in die Runde gewinkt...!

https://www.amazon.de/dp/3744841391/ref=cm_sw_r_cp_dp_T2_9qDvzb35DK2Z3

 

 


Von einem Sonntagsspaziergang über Claasens Wiesen würde ich heute unbedingt abraten. Ich erwähnte gestern aus Spaß in trauter Nachbarschaftsrunde, dass ich die überaus seltene, vom Aussterben bedrohte »Deichlerche« sichten konnte. (Alauda positos aggeris vulgaris – bitte nicht googeln, das hab ich mir nur ausgedacht) Damit würden wir bestimmt nicht nur beim Naturschutz und der Gemeinde, sondern sicherlich sogar bei der EU ganz groß rauskommen. Nun – seit Sonnenaufgang schleicht Focko mit der großen Schrotwumme und Mordlust im Blick über’s Grundstück und will dem lästigen Bodenbrüter ans Fell, damit es nicht noch einen Baustopp für Claas‘ neue Biogas-Anlage gibt.

 

Tragen Sie auf jeden Fall eine grelle Schutzweste – Focko ist extrem kurzsichtig!


Gerade mal überlegt: Wenn ich den Blaukehlchen-Jungvögeln, die musikalisch noch nicht »festgelegt« sind, mal einen ollen Ghettoblaster mit dem »River-Kwai-Marsch« auf Endlosschleife  an den Graben stelle  und sich die Viecherchen als kooperativ und lernwillig erweisen – wie lange wird es dauern, bis (gefühlte) Millionen Touristen mit breitem Grinsen unter zwanghaften Mit-Summen die Deichstraße rauf und runter radeln? Ob wir damit sogar ins Fernsehen kommen???

 

Nicht vergessen: Friesland – gute Laune garantiert!


Blaukehlchen sind unter anderem als ausgezeichnete Stimm-Imitatoren bekannt. Na gut – sonst ist ja auch nicht viel los bei uns am Deich. Da haben sie echt viel Zeit zum Üben. Allein auf der kurzen Fahrrad-Strecke zum morgendlichen Brötchenholen passiere ich vier verschiedene Brutreviere und habe das Vergnügen von genau so vielen unterschiedlichen Gesangsdarbietungen der jeweiligen Clan-Chefs Max, Moritz, Alfred und Hugo. Aber gestern hat mich der täuschend echt performte Atemnot-Anfall als Krönung eines minutenlangen Raucherhustens von Hugo doch arg irritiert.

 

                                                                    Bitte – wer ihm DAS beigebracht hat, sollte doch fix mal zum Arzt gehen!


Bei der wöchentlichen Nahrungssuche im Supermarkt stand ich wieder einmal völlig fasziniert vor dem regalfüllenden Überangebot an »Katzen-Milch«. Obwohl ich mir ja den Melkvorgang unheimlich kompliziert und möglicherweise sogar traumatisch für alle beteiligten Parteien vorstelle, gefällt mir die Geschäftsidee »Katzen-Farm« total gut. Wie viele von den pelzigen Kumpels passen wohl auf ungefähr 2 Hektar Land, wenn die Haltung als ökologisch wertvoll, bodennah und artgerecht von der EU subventioniert werden soll? Und – ganz wichtig – mit wie vielen Flauschies beginne ich, damit (bei durchschnittlicher Vermehrungsrate)                                                                                                             nicht nach ein paar Wochen ein heilloses Katzen-                                                                                                           Gedrängel am Deich losgeht???


Wurde vorhin in stockfinsterer Nacht brutal aus dem Schönheitsschlaf gerissen. Händels »Halleluja« dröhnte durchs ganze Haus, aber volle Möhre! Während mein Kreislauf auf Betriebstemperatur hochfuhr, kam ich in ‘s Grübeln. Hat der Weltuntergang etwa schon ohne mich angefangen? Die chorale Lautstärke steigerte sich klirrend, bis ich entdeckte, dass sich unser Gast-Hund Wotan schlafgestört aus purer Langeweile in die pädagogisch völlig wertlose Fernbedienung unserer High-Tech-Dolby-Surround-Gebäudebeschallungsanlage  verbissen hatte. Die beiden voneinander zu trennen,  dauerte bis zum Sonnenaufgang.  Jetzt erst mal  ‘nen Kaffee – aber sowas von! Wenn ein Tag so furios anfängt, kann er ja nur extrem genial werden – oder was meinen Sie? Ich wünsche es Ihnen jedenfalls von Herzen und winke fröhlich vom Deich in Ihre Richtung.


 

»The spirit of Friesland« - einmal erwischt es jeden! Unter der Vielzahl von Deich-Fan-Artikeln sticht dieses originelle Logo (made by Anja Zervoß) besonders hervor.  Erhältlich nicht nur als Autoaufkleber, sondern auch als T-Shirt, Postkarte und überhaupt auf allem, was sich bedrucken lässt. Friesland für ALLE - wir teilen gern!  Die coolen Teile sind unter www.pixelissimo.de  bestellbar - und HIER haben Sie es zuerst erfahren!

Herzlichst

                                                                                                    Ihre Karen Christiansen


Breaking News:  Hurra, es ist vollbracht! Wer einen Blick in's Buch riskieren möchte...hier, bitteschön! 

Viel Spaß dabei und fröhliche Grüße vom Deich!


Wenn man als frischgeschlüpftes Bisam-Baby nur doppelt so groß ist wie ein Apfelschnitz, ist das ganze Leben ein einziges Abenteuer voller extremer Herausforderungen...!


Friesische Viecher

 

Tiere zu fotografieren ist viel einfacher, als man gemeinhin annimmt. Das können Sie jeden

x-beliebigen Zen-Meister fragen. Er würde Ihnen an dieser Stelle tief in die Augen gucken und kryptisch murmeln: »Du musst selbst zum TIER WERDEN, kleiner Grashüpfer« – aber das ist eine andere Geschichte, die nicht unbedingt hier her passt. (Falls Sie verstehen, was ich meine.) Die professionelle Meinung des seligen Herrn Sielmann ist leider nicht überliefert. Und der hypothetische Wortbeitrag des verehrten Jaques Cousteau wäre ziemlich langatmig und würde sich höchstwahrscheinlich auf »Mon dieu« reimen. Dazu reicht man einen guten Rotwein. Deswegen gefällt mir dieser Ansatz persönlich am besten.

Wenn man irgendwelche wie-auch-immer-gearteten Tiere (Anzahl der Beine egal, Fell oder Federn optional) fotografieren will, ist es von vornherein sinnvoll, loszuziehen, wenn diese wach und willig sind. Eine schlafende Feldmaus im Serienbildmodus aufzunehmen, ist keine künstlerische Herausforderung. Wenn Sie 12 Uhr mittags unbequem zusammengekauert vor einem Fuchsloch hocken, werden Sie zwar keine putzigen Welpen beim Spielen sehen, können sich aber am höhnischen Gekecker der ganzen Bande aus dem Bau heraus erfreuen – die Biester lachen sich halbtot und sind somit anschließend viel zu kaputt, für Sie zu posieren.

Für die Krimi-Fans unter Ihnen: Tierfotografie ist wie ein perfektes Verbrechen. Es ist immer eine Frage von  »Möglichkeit« und »Motiv«. Ist es also möglich, Elefanten in Friesland zu knippsen? Eher nicht. Alles andere ist verhandelbar. (Oder mit ein bisschen Mühe und einer guten Bildbearbeitung hinzukriegen.) Nun zum Motiv: Warum sehen wir ein Tier? Weil es ihm egal ist oder weil es sowieso gerade in der Gegend zu tun hatte.

Mon dieu – was macht denn so ein Viech den ganzen Tag, wenn es nicht schläft? Tja: Fressen oder Sex – Motive, so alt wie die Welt.  Wenn Sie diese Tatsache im Gedächtnis behalten, wird Ihre Welt schlagartig vor Tieren wimmeln. Sie müssen bloß hingucken. Manchmal reicht es auch, hinzuhören. Oder die Nase in den Wind zu halten. Gerade Bisams riecht man meilenweit. Besonders an frostigen Morgen, wenn sich die Witterung lange in Bodennähe hält, kann man jede Bewegung im Ratten-Bau an den wechselnden Geruchsschwaden vorhersagen, die über die Gewässeroberfläche treiben. Glauben Sie mir: Nagetiere, die eng gedrängt in schlammigen Höhlen wohnen, die ganze Nacht in ihren eigenen Rohkostblähungen verbracht haben und, statt sich zu duschen, ihr Fell mit Drüsensekret parfümieren, sind einfach nicht zu überriechen.

Vogelschwärme sind olfaktorisch nicht so belastend für den Fotografen. Dafür bestechen sie durch ihren Mangel an Kooperationswilligkeit. Salopp gesagt: Die Jungs tun NIE das, was sie sollen. Selbst, wenn man sich mühevoll zum Tidewechsel ins Watt gequält hat – die Biester hören einfach nicht zu. Einfachste Regieanweisungen wie zum Beispiel »Mehr nach links, ihr … (hier folgt ein Schimpfwort)! Quer durch’s Licht und dann geordnet landen! Kann ja nicht so schwer sein!« werden konsequent ignoriert oder ausschließlich dann befolgt, wenn man die Kamera nur mal eben kurz runtergenommen hat. Selbstverständlich achte ich streng darauf, bei solchen Fotoshootings absolut unbeobachtet zu sein. Manchmal geht mein friesisches Temperament doch ein bisschen mit mir durch. Es sind immerhin schon Leute für deutlich weniger auffälliges Verhalten eingewiesen worden!

 So. Sie sehen also, dass Tierfotografie wenig bis gar nichts mit entbehrungsreicher Arbeit oder übermenschlicher Geduld zu tun hat. Eigentlich ist das Ganze unglaublich spaßig. (Wenn man den Begriff »Spaß« etwas weiter fasst, selbstverständlich.) Und wenn’s richtig gut läuft, sogar voller »Mon-dieu«-Momente. Haben Sie noch genügend Rotwein vorrätig?


Eine Bisamratte benötigt pro Tag mindestens 500 Gramm Nahrung. Wenn ich für eine sechsköpfige Familie zu sorgen habe und nur noch 20 Kilo Äpfel in der Scheune lagern – WANN muss ich dann wieder ins Dorf zum Supermarkt fahren???

 


Friesland - ein Ort zum Schwärmen...!


Friesland, frühlings-frisch…!

 

Nach zweieinhalb Arbeitstagen bin ich zu Urlaubszwecken nach Hause zum Deich gekommen und stelle fest: Es ist FRÜHLING! Nein, das hat nix mit dem Wetter zu tun – wir haben normale 8 Grad Außentemperatur (vier Grad morgens, vier Grad nachmittags –  nachts ist es etwas schattiger) bei auffrischendem Wind. Es ist auch nicht so, als würde die Gülle, die Claas Claasen enthusiastisch auf den Wiesen verteilt, irgendwie frischer riechen. Nein, für Deo-Werbung ist das Zeug wirklich nicht geeignet. Kleiner Hinweis: Wenn einen dieser landwirtschaftliche Geruch nach zwei, drei Tagen nicht mehr sooo stört, heißt es nicht, dass man sich daran gewöhnt hat, sondern bedeutet nur, dass Herrn Claasen die Fäkalien ausgegangen sind. Aber – mit Verlaub – Scheiße ist ein nachwachsender Rohstoff und spätestens übermorgen kann man sich wieder darauf einstellen, die frischgewaschene Bettwäsche panikmäßig von der Leine zu reißen, wenn auf dem Nachbarhof die schwere Berieselungstechnik warmläuft. 

Doch das nur nebenbei. Was mich an dieser ganzen Frühlings-Sache immer wieder verblüfft, ist der manische Dekorationswahn meiner Deich-Mädels. Wie Kea, Aahlke und Eilsine in kürzester Zeit ihren Vorgärten einen psychedelischen Farb-Rausch verpasst haben, ist unvorstellbar – bis man es gesehen hat. Dann ist es noch viel unvorstellbarer. Die berechtigte Frage nach dem »Warum« verkneife ich mir aus langjähriger Erfahrung. Wir erinnern uns:  An unser schönstes Ende der Welt verirrt sich höchstens der Postbote. Dem müsste doch eigentlich egal sein, ob er nun eine Krokuspflanzung oder ein paar Osterglocken übermangelt, wenn er auf der Flucht vor unserem Eichhörnchen mal wieder hektische Schlangenlinien auf der Deichstraße fährt. Oder ob sich vielleicht Tant‘ Eilsines Feriengäste vom pseudo-friesischen Flair der Gartengestaltung beeindrucken lassen? Werden die betten-gewechselten Touristen beim Heimkommen ins zivilisierte Binnenland sofort beginnen, ihre eigene Häuslichkeit  »deichtypisch« zu gestalten?

»Guck mal – hab ich in Friesland gesehen, das haben ALLE dort!«

   »Wie waaahnsinnig exotisch! Karl-Heinz, mach mal schnell unsere alte Akropolis weg, wir müssen sofort einen Leuchtturm in den Garten stellen – die Nachbarn denken sonst, wir könnten uns nix leisten!«

Friesland macht Mode!

Für den Fall, dass Sie dringend Weltgewandtheit vortäuschen wollen und gerade keine Zeit haben, live vor Ort Impressionen zu sammeln: Besonders en vogue sind in diesem Jahr         

 a) beleuchtete Ostereier im kahlen Forsythien-Strauch (Tant‘ Aahlke),

b) bunt umhäkelte Hausbäume in der Einfahrt (Tant‘ Eilsine) und  

c) beleuchtete Ostereier, umhäkelte Baumstämme UND ein mehrfarbig angestrahlter Riesen-Plastik-Seehund in einem geschmackvollen pinken Blüten-Nest (Tant‘ Kea).

Nein, ich darf Ihnen an dieser Stelle keine Beweis-Fotos von der Farbgewalt zeigen – die Damen warten noch auf den netten Herren von der Lokalzeitung, den sie anlässlich des weihnachtlichen Lichterfestes so hingebungsvoll mit Grog abgefüllt hatten, damit sie es mal wieder auf die Titelseite der Deich-Gazette schaffen.

An dieser Stelle oute ich mich als bekennender Primel-Verweigerer. Dekorations-Legastheniker bin ich sowieso. Irgendwo hab ich auch ein Attest dafür. Glaubt mir aber kein Mensch. Im Gegenteil! Kea, Aahlke und Eilsine sind zutiefst beunruhigt, fürchten nichts mehr als meinen botanischen Gegenschlag und gehen davon aus, dass ich illegales Deko-Doping »aus der Stadt« einfliegen lasse, um ihre Bemühungen in den Schatten zu stellen. Nun geht meine Überlegung dahin, meinen Vorgarten einfach im wahrsten Sinne des Wortes flächendeckend zu verhüllen. Ob Herr Christo wohl noch einen Termin für mich frei hat? Ich hege nämlich die äußerst berechtigte Hoffnung, dass  meine plagiats-besessenen Mädels umgehend nachziehen und schlagartig wieder (optische) Ruhe am Deich einkehrt.


In Friesland sind viele Schönheiten verborgen.

Wir zeigen schließlich nicht JEDEM ALLES, sondern lassen viel lieber "suchen"!!!

 



Samstagmorgen, mitten in Friesland...

Was tut man nicht alles, um sich vor unliebsamer Arbeit zu drücken?!

Ich weiß ja nicht, wie es bei Ihnen ist...aber als friesische Teilzeit-Landfrau war ich "Kühe gucken"...und um dem ganzen wenigstens einen halbwegs intellektuellen Anstrich zu geben, hab ich GANZ GENAU hingeschaut und völlig neue Einblicke in das Wiederkäuer-Seelenleben bekommen.

Hochbegabte Kühe?!

Jawoll! Mach mir den "Einstein", Baby!

Hochbegabte Kühe?! Aber immer!

Frei nach Loriot: "...Sie haben da was am Mund!" 

 

 

Hochbegabte Kühe?! 

Ich zitiere an dieser Stelle unsere großen Klassiker

Johann Wolfgang v. Goethe ("Götz von Berlichingen") und Wolfgang Amadeus Mozart (KV 382d), verweise auf meine Lieblings-Quelle WIKIPEDIA ...(https://de.wikipedia.org/wiki/Leck_mich_im_Arsch)

...und möchte mich an dieser Stelle für möglicherweise entstandene Unannehmlichkeiten herzhaft entschuldigen!!!


Fröhliches Moin aus den unendlichen Weiten der friesischen Wildnis!

Aussterbende Arten, packende Luftkämpfe, gnadenloses Gemetzel (die Nahrungskette rauf und runter) - DA ist doch für jeden was dabei. Irgendwie finde ich unser Landleben live voll viel spannender als jedes Bauernhof-Online-Spiel. 

Na, gut - ich gebe zu, dass beim Fotografieren eine Handvoll Glück manchmal besser als ein Haufen Verstand ist - aber für heute will ich mich wirklich nicht beschweren und grüße naturnah vom Deich.


Sonntag, 15. Mai...mitten in Friesland

Liebe Kühe!

Bevor ihr wieder mal irgendwelchen "Deutschländern" Anlass zu peinlichen Ostfriesen-Witzen bietet, haltet Euch doch zukünftig besser an an sozial anerkannte Tisch-Manieren...Danke!


Sonntag, 08. Mai 2016

Heute ist mir mal so gar nix "eigenes" eingefallen. Pfffffft, kann man ja haben. Kennt jeder. Und deshalb hab ich hemmungslos geklaut ... bei einem mir persönlich seeehr nahe stehenden, original-friesischen Maler. Natürlich hab ich vorher um Erlaubnis gefragt. 

Im direkten Vergleich kann man richtig prima sehen, wiiie nah seine Bilder tatsächlich an der Foto-Realität dran sind. Ich finde ihn in jeder Beziehung wirklich toll. 

Fröhliche Grüße vom Deich...bis ganz bald auf dieser Seite! ("Liken" nicht vergessen!)

Übrigens: Happy Muttertag, allerseits!

 


...so ein Sonnenaufgang geht ja irgendwie immer!


 

07.Mai 2016

Bei dem wundervollen Wetter mochte ich nicht am Küchentisch sitzen bleiben, um Ihnen eine "richtige" Geschichte zu schreiben. Deshalb zeige ich Ihnen lieber ein paar brandaktuelle Fotos von "hinterm Haus".

Übrigens: Wussten Sie schon, dass "Pfahlsitzen" Volkssport in Friesland ist??? 

Aber ob das nun eher wahnsinnig als gesund ist, sei dahingestellt.

(http://www.oz-online.de/-printartikel/4836773/Gericht-prueft-Kuemmis-Geisteszustand)

 


Sind unsere glücklichen Kühe nicht beneidenswert? Bevor Sie gleich auf der Suche nach einem Rezept für "Rinderzunge" Ihre Kochbücher wälzen, probieren Sie doch mal, DAS nachzumachen (unter Ausschluss der Öffentlichkeit, natürlich!).

Sonnige Grüße vom Deich...bleiben Sie schön neugierig auf neue Stories aus der unendlichen friesischen Wildnis.


 

 

 

Frieslands schönstes Dorf

…Sie haben Ihren Zielort erreicht!

 

Bestimmt werden Sie sich schon gefragt haben, wo sich nun genau unsere „Perle Frieslands“ geografisch befindet.

Hey, Sie sind doch schon mal bei uns durchgekommen! Neulich erst. Letzten Sommer. Als Sie sich die ganze Fahrt über vorgenommen haben, Ihrem Navi endlich mal ein Update zu gönnen! (Und? Haben Sie inzwischen???)

Erinnern Sie sich? Da war so ein kleines, putziges Dorf, dessen Name auf – warden, -groden oder –siel geendet hat. 400 Einwohner, 5 Straßen (drei davon Sackgassen), eine Schule, eine Bushaltestelle (am Wochenende außer Betrieb), eine Kneipe (am Wochenende immer in Betrieb) und eine Kirche (jedes zweite Wochenende Gottesdienst nach Vereinbarung).

Genau – da, wo Sie sich den Frontspoiler ruiniert haben! Sie sollen ja beim Fahren  auch auf die Straße gucken und sich nicht von den zugegebenermaßen eigenwilligen Vorgarten-Dekorationen aus der Spur werfen lassen. Mal im Vertrauen: Als Sie dann bei Bauer Harmsen in der Hofeinfahrt wenden wollten, in der (Verzeihung!) Kuhscheiße steckengeblieben sind und Menno Sie da mit`m Trecker rausziehen musste – darüber lachen wir heute noch herzlich. (Ließen sich die Felgen denn noch retten? War`s teuer in der Werkstatt?)

Ja, am Deich ist die Welt zu Ende. Für bestimmte Fahrzeugtypen schon viel früher.

Zweimal am Tag kämpft sich ein wahrer SUV-Konvoi mit auswärtigen Nummernschildern durch unsere ländliche Idylle. Das sind viele liebe Stadt-Mamis, die ihren hoffnungsvollen Nachwuchs entweder zur Schule bringen oder von dort einsammeln. Die Lehranstalt bei uns im Dorf ist jetzt nicht irgendwie besonders toll, hat aber anscheinend eine erstklassige PR-Abteilung. Mit allen Tricks und notfalls gefakten Zweitwohnsitzen versuchen ehrgeizige „In“-Mütter seit Jahren, ihre Sprösslinge naturnah ganztags bilden und bespaßen zu lassen. Dafür scheuen sie weder Mühe noch Kosten. Wenn dabei noch ein neues, überdimensioniertes Allrad-Fahrzeug für die täglichen Land-Partien abfällt…umso besser. Natürlich müsste man so`n Ding erst mal fahren können. Herzzerreißende Szenen bei der Parkplatzsuche sind vorprogrammiert – da wird mehr und öfter geheult als bei Rosamunde Pilcher! Dabei endet die befestigte Dorf-Straße als Errungenschaft der Zivilisation erst hundert Meter hinter der Schule. Richtig…da, wo der Deich anfängt. Ich sehe schon, Sie passen auf. Sehr gut. Setzen!

An weiteren erwähnenswerten Dingen haben wir neben dem obligatorischen Boßelverein auch einen Spielmannszug. Die Mitgliedschaft dort wird über strenge Erbfolge geregelt. Mit Talent hat das wenig zu tun. Das macht den schrägen Sound der Truppe unverwechselbar.

Hab ich was Wichtiges vergessen? Hoffentlich nicht. „Vergessen“ ist nämlich Mist. Gerade, wenn es um die nahrungstechnische Grundversorgung geht. Der nächste Bäcker ist 6 Kilometer entfernt. Die Tankstelle auch. (In die andere Richtung!) Pizza-Taxi? Sushi-Lieferservice? DAS können Sie…na, ja…eben vergessen. Und wenn Sie unter Zeitdruck sind, sollten Sie nicht mal eben kurz zum Nachbarn „borgen“ gehen. Bis Sie mit dem Tee und dem allernötigsten Dorfklatsch durch sind, haben Sie keinen Hunger mehr.

Es ist so unglaublich schön bei uns. Wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat. Nach 10 bis 15 Jahren Landleben fängt man langsam an, es zu genießen.

Im schönsten Dorf Frieslands ist es irgendwie immer wie im Theater.  Meistens läuft Komödie (Tragödien sind zum Glück selten) – und manchmal gibt`s `nen Krimi.

 

Wenn Sie nun aber glauben, dass der Mörder immer der Pfarrer ist, muss ich Sie enttäuschen. Unsere Frau Pastor hat nämlich nur `ne halbe Stelle und müsste dafür dann auch noch in 4 Dörfern gleichzeitig meucheln.

 

 


 

 

Die Moin-Maschine

 

 In der Kategorie „Dinge, die schon längst mal erfunden werden müssten“ steht bei mir die „Moin“-Maschine ganz oben in den Top-Charts.

Nein, ich weiß nicht, wie so ein Gerät am sinnvollsten aussehen sollte. Vielleicht tät`s ja auch `ne „App“ oder irgendwas MP3-fähiges. Nicht, dass mir das Kommunikationsbedürfnis der Eingeborenen (ich bin selbst so friesisch wie Grünkohl) fremd ist. Und es nervt mich auch nicht. Meistens. Aber manchmal isses eben ein „Moin“ zu viel.

Grüßen ist  Volkssport am Deich. Historisch begründet, allemal. Wenn`s nur das kurze, knappe „Hallo“-Moin wäre, könnte ich stundenlang mitmachen.

Tu ich wahrscheinlich auch – ich bin schrecklich kurzsichtig und kann mir ums Verrecken keine Leute merken. Deshalb „moine“ ich lieber ein paar Mal öfter – sicher ist sicher! Bei uns am Deich gibt`s  da so `ne  lebensgroße, künstlerisch wertvolle Statue (so ähnlich wie ein Standbild, nur dass der Typ sitzt) – also, wie oft ich die schon gegrüßt habe, mag ich gar nicht sagen.

Aber meistens trifft einen im täglichen Landleben ja das „Mooohoooin“, das durch seine Mehrsilbigkeit über mindestens zwei Oktaven ausdrückliche Gesprächseinleitung signalisiert.

Ein MOIN kommt nie allein! Nur manchmal passt es eben nicht in den Zeitplan.

Mal eben schnell mit`m Rad ans Wasser, ein paar Fotos machen, bevor das Nachmittagslicht weg ist? Dreimal „Mooohoooin“ – und es ist dunkel!

Ganz gefährlich ist es im Vorgarten, wenn man eigentlich „nur mal kurz“ unter der Hecke Staub wischen will. Dort herrscht praktisch öffentlicher Dauer-„Mooohoooin“-Beschuss – und man kann, wenn man mit den paar Metern fertig ist, gleich wieder von vorn anfangen, weil inzwischen die Unkrautvegetation saisonal gewechselt hat.

„Mooohoooin“ im Supermarkt? Der Zeitverlust ist nicht mal durch illegales Nutzen der Schnellkasse aufholbar!

Deshalb plädiere ich für die Erfindung der „Moin-Maschine“. Gern mit variablen Textbausteinen und Random-Funktion. „Zum Deich!“, „Zur Arbeit!“, „Nach Hause!“, „Danke, gut!“ und „Grüß schön!“ wären akzeptable Grundformulierungen. (Keinesfalls empfehlenswert: „Und selbst?“!) Vielleicht könnte man ja später situationsbezogene Wortschatzerweiterungen dazubuchen, wenn man erst mal mit dem maschinellen Grüßen in der Basisvariante klargekommen ist.

Und schon lebt der Mythos vom schweigsamen, wortkargen Friesen wieder auf … in zeitgemäßer „2.0“-Hightech-Version (Upgrade jederzeit möglich)!

 

Mooohooooin! Wie geht`s? Wo wollen Sie denn hin? WIE FINDEN SIE DIESE IDEE???


Geocaching???

Das ist, wenn man milliardenschwere Satellitentechnik nutzt, um mitten in der Pampa nach Tupperdosen zu suchen!

Klingt befremdlich? Tja...macht aber voll viel Spaß...vor allem, wenn sonst nix Gescheites im Fernsehen kommt!

 

 

 

 

(www.geocaching.com)


...und DAS hier ist genau DER Typ, mit dem wir früher NICHT SPIELEN sollten...!


...tsss, tsss, tsss...!

Also...als OSTERLAMM würde ich im Moment gerade mal keine große Lippe riskieren...!!!

 

 

 

 

 

 

 

(www.chefkoch.de)


Man möge mir die anatomisch unkorrekte Formulierung verzeihen...aber heute morgen sah es glatt so aus, als hätte sich der Osterhase die Eier abgefroren!!!


24. März

Vollmond über Friesland (ja, gut...in diesem Fall über ganz Mitteleuropa, aber was geht uns anderer Leute Elend an?)

...ist er nicht "zum Heulen" schön?! Muss gleich mal gucken, ob mir schon Reißzähne wachsen. 

 

 

 

 

(www.calsky.com)


23. März

Man kann ja einiges über Friesland sagen, aber: Punk is NOT dead!!!


20. März

Sonntagmorgen, mitten in Friesland

Am Rand der Illegalität hab ich heute morgen schon Fenster geputzt, damit keiner der Eingeborenen, die gleich in religiöser Absicht zum Tempel pilgern, mitkriegt, dass ich unter der Woche KEINEN BOCK darauf hatte. Und dafür wurde ich am Deich mit einer amtlichen MARIEN-Erscheinung belohnt!!! 

(Na,ja - ganz unter uns: Ich hatte mal wieder den Gegenlichtfilter vergessen.)

Aber "Marien-Erscheinung" macht doch viel mehr her, oder?  


Gerade frage ich mich ganz besorgt, wie eigentlich die bunten Eier in den Baum kommen. Hängt die der Osterhase dort hin...oder werden die ökologisch korrekt von glücklichen, freilaufenden Hühnern gelegt? Und wenn letzteres, ist es nicht eine beachtliche Leistung von den Viechern, die Bändsel ohne Hände an die Äste zu frickeln???

 


19. März

Arschkalt und KEIN Wasser...na, man kann ja nicht ALLES haben! (Wo sollte man das auch hinstellen?!)


Gerade überlege ich, ob wir in diesem Jahr das Osterlamm mit Knoblauch und Pilzen oder doch lieber mit Minz-Sauce machen sollten.


 

 

 

 

   

Friesischen Deichschafen ist wirklich NICHTS peinlich!